praxisende - Fahrschule Heinzel

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Was tun, wenn es mal nicht mehr so richtig vorwärts geht?

Sicher kommt es auch Dir ab und zu so vor, als ginge mit der ganzen Fahrerei nichts mehr voran. Hier schildere ich Dir einmal einige Gefühle von Fahrschülern, die mich direkt darauf angesprochen haben:

  • Irgendwie wird das immer schlechter

mit der Fahrerrei...


   Du hast das Gefühl, dass es mit jeder weiteren Fahrstunde schlechter als besser wird. Das stimmt natürlich nicht generell, denn immer wieder wird von Deinem Fahrlehrer Umfangreicheres verlangt. Mehr Teile kommen hinzu, um schön langsam das Puzzle zu einem harmonischen Bild zu vervollständigen. Es endet schließlich nicht damit, dass Du Dich richtig einordnen kannst.

   Die gestellten Ansprüche werden mit jeder Fahrt umfangreicher. Als nächstes musst Du unter Umständen vor dem Abbiegen einen Fahrstreifen wechseln und gleich darauf die Fußgänger und Radfahrer beachten, bevor Du dann endgültig in die andere Straße einbiegen kannst.








  • Am Anfang ging alles besser...



Anfangs, so quält Dich manchmal der Gedanke, ging alles viel leichter und besser.
   Kein Wunder, der Fahrlehrer hielt Dich die ganze Zeit von Situationen fern, die Deine Übungen hätten stören oder behindern können. Jetzt ist es an der Zeit, gelernte Manöver in immer schwierigeren Verkehrsabläufen mit immer größerem Verkehrsaufkommen zu trainieren. Da ergibt es sich zwangsläufig, dass Du ab und zu bei Übungen überforderst wirst, die Du längst schon als souverän beherrscht angesehen und vielleicht sogar innerlich als erledigt abgehakt hast.,

   Als Du die ersten Male das Einordnen geübt hast, war das sicher an Stellen, wo Du nicht zusätzlich zuviel auf andere Dinge achten musstest, die Dich nur abgelenkt hätten. Ich denke, Du weißt, was ich damit sagen will.
   Das Einordnen soll dabei nur ein Beispiel von vielen sein. Weil ständig mehr hinzu- kommt, das beherrscht und koordiniert werden muss, glaubst Du, dass Du nicht vorwärts kommst? In Wirklichkeit verhält es sich jedoch so, dass Deine Entwicklung ständig ein weiteres Stück reift.

"Schön fahren - gell." "Mach ich doch ehh gern..."
  • Bei meinem Freund ging das alles schneller...


Es geht auch nicht bei allen Fahrschülern alles im gleichen Tempo.
Deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, wenn man anderen ab und zu ein Bisschen hinterher hängt. Das Modell Brechstange lässt sich hier nun einmal nicht an- wenden, es hilft höchstens unserer Fußball Nationalmannschaft, wenn alle anderen Versuche der Schönspielerei scheitern.

Nun geht garnix mehr...

Leider wirst Du auch Tage erleben, an denen Du total einbrichst.
Die einfachsten Dinge wollen nicht mehr gelingen. Du hast das Gefühl, die gesamte Fahrstunde war eine einzige Katastrophe. Auch das muss uns nicht weiter wundern oder gar beunruhigen. Man kann unmöglich jeden Tag in Form sein.
Es gibt Zeiten, da will einfach nichts gelingen, so sehr man sich auch bemüht. Kein Grund, nun in Panik zu geraten, auch solche Stunden müssen uns irgendwann einmal unterkommen.

Ist der Grund dieses Chaos, dass Du plötzlich krank geworden bist, oder dass Du Dich aus einem anderen Grund nicht wohl fühlst, so ist es besser, die Fahrstunde das nächste Mal rechtzeitig abzusagen, oder es Deinem Fahrlehrer mitzuteilen.
Denn wenn Du Dich in einer Fahrstunde quälen musst, weil die Gedanken nicht in Ordnung zu bringen sind, so brauchst Du in dieser Zeit auch nicht auf einen Erfolg zu hoffen. Im Gegenteil, es nagt hinterher eher an Deinem Selbstvertrauen, wenn Du bei solch einer Gelegenheit zu sehr abstürzt.
Also Kopf hoch, haben wir eine derart versaute Übungsstunde endlich beendet, hauen wir ein großes Ei darüber und vergessen sie so schnell wie möglich wieder. Es lohnt sich nicht, lange darüber zu grübeln, warum das heute so grausam lief.
Es ist vorbei und lässt sich ja doch nicht mehr ändern.

  • Mein Fahrlehrer weiß

nicht was er will...


Möglicherweise überfällt Dich andererseits zuweilen das Gefühl, Dein Fahrlehrer will Dich schikanieren.
Oder Dir kommt der Gedanke, jetzt ist er nicht mehr ganz richtig im Kopf. "Was soll denn das jetzt wieder? Gestern noch, so wirst Du einwenden, musste ich hier so fahren, und heute will er es wieder einmal ganz anders haben.Vorhin musste ich z.B. zum Linksabbiegen viel weiter nach vorne fahren, als er es diesmal von mir verlangt. Da soll sich noch einer auskennen."

Mit diesem Problem sehen sich viele Fahrschüler konfrontiert. Sie wollten lange Zeit nicht einsehen, dass man hundertmal eine bestimmte Stelle befahren und dabei unter Umständen hundertmal ein wenig variieren muss.

Sobald nun einmal Menschen an irgendwelchen Aktionen beteiligt sind, gleicht keine Situation der anderen; auch wenn es sich auf den ersten Blick um dieselben Voraussetzungen handelt. Immer wieder kommt es deshalb vor, dass man von bestimmten Verhaltensweisen abweichen muss, weil sich die anderen Verkehrsteilnehmer auch ständig anders verhalten. Es hat also absolut nichts damit zu tun, dass Dich Dein Fahrlehrer verrückt machen will. An Euch liegt es vielmehr nun, jede Entscheidung mit einem guten Gefühl für die jeweiligen Umstände zu treffen. Dressierte Verhaltensweisen eignen sich nämlich nur für Tiere, die im Zirkus oder sonst wo ihre Kunststücke vorführen. Dressur im heutigen Straßenverkehr ist jedoch unmöglich, obwohl sie bei manchen Fahrschülern leider immer wieder als letzter verzweifelter Versuch ausprobiert wird.
Aber sicher nicht bei Dir!

Abschließend möchte ich Dir nur noch eines mit auf den Weg geben: Wenn Du einemla ein Gefühl hast, dass irgend etwas nicht so läuft, wie Du es Dir vorgestellt hast, dann rede mit Deinem Fahrlehrer darüber. Genau so wie es die Leute gemacht haben, von denen wir gerade geschrieben haben... es hilft!

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